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DORFERNEUERUNG BENSHAUSEN Die Gemeinde Benshausen hat in den vergangenen Jahren mehrfach die Aufnahme in das Förderprogramm der Dorferneuerung beantragt. Im Jahr 2009 wurde Benshausen endlich als Förderschwerpunkt in das Programm der Dorferneuerung aufgenommen. Durch den Fördermittelgeber wurde der hohe Bedarf an Fördermitteln sowohl auf kommunaler, wie auch privater Ebene erkannt. Positiv bewertet wurde zum Zeitpunkt der Aufnahme, die ausgewogene Mischung aus kommunalen Hoch- und Tiefbaumaßnahmen. Das Ingenieurbüro Dreblow wurde mit der Erarbeitung der Dorfentwicklungsplanung und der Durchführung der Informations-, Beratungs- und Motivationsphase beauftragt.
Bürger, die für geplante Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung einen Förderantrag stellen möchten, wenden sich zur Beratung direkt an das beauftragte Ingenieurbüro: Ingenieurbüro für Bauplanung Dreblow Obendorferstr. 85a 98617 Vachdorf Tel.: 03 69 49 - 23 91 23 Fax: 03 69 49 - 23 91 24 e-mail: odreblow@t-online.de Förderrichtlinie und Antragsformulare sind im Internet verfügbar unter: http://www.thueringen.de/de/landentwicklung/aufgaben/entwicklung/ Förderzeitraum gilt von 2011 bis 2015 Anträge (vollständig incl. der erforderlichen Unterlangen) für das Folgejahr sind spätestens bis zum 31.10. des laufenden Jahres beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung, Frankental 1 in Der Entwurf der Dorfentwicklungsplanung wurde durch das Ingenieurbüro Dreblow in Zusammenarbeit mit dem Dorferneuerungsbeirat erarbeitet. Interessierte Bürger können während der Sprechzeiten in der Gemeindeverwaltung Einsicht in das Planwerk nehmen. Wir veröffentlichen an dieser Stelle Auszüge aus der, dem Plan beiliegenden Gestaltungsfibel als Anregung und Leitfaden für interessierte Bürger: GESTALTUNGSFIBEL ALS LEITFADEN zur DORFERNEUERUNG Die Gestaltungshinweise wurden nach Abschluss der Ortsanalyse durch das Ingenieurbüro Dreblow erarbeitet. Hauptziel ist es, die orts- und regionaltypischen Gestaltungsmerkmale zu bewahren und in eine zeitgemäße Bauausführung zu integrieren. Der vorliegende Leitfaden soll sowohl der Gemeinde, als auch den Bürgern als Hilfestellung für zukünftige Planungen dienen. Sanierungen und Rekonstruktionen helfen, die historische Bausubstanz zu bewahren. Durch geschickte Neu- und Umbauplanungen kann historisch Gewachsenes mit den heutigen Anforderungen kombiniert werden. Bei allen Arbeiten ist das Ortsbild mit seinen Proportionen zu wahren. Die Gestaltungsempfehlung basiert auf den historisch gewachsenen und analysierten Strukturen. Die beschriebenen Gestaltungsempfehlungen sollen Mängel in der Gestaltung verhindern helfen. Insbesondere bei denkmalgeschützten Objekten sind genauere Abstimmungen mit den Fachbehörden empfehlenswert. Vor Beginn einer jeden Baumaßnahme sollte geprüft werden, welcher Bauzustand vorhanden ist, was es zu erhalten gilt und was möglicherweise erneuert werden muss. Sanierungs- oder Rekonstruktionsmaßnahmen sollten auch zukünftig die erste Option sein, bevor über Abbruch- und / oder Neubaumaßnahmen entschieden wird. GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN 1. DER HOF Da sich die Bebauung innerhalb des Ortskernes Benshausen in den vergangenen Jahren nur in geringem Maße verändert hat, sind die typischen Zwei-, Drei- oder Vierseithöfe noch gut nachvollziehbar. Ein noch gut erhaltener Vierseithof ist das Gemeindeamt am Markt 7. Entlang der Meininger Strasse und Hauptstrasse stehen vorwiegend Zweiseithöfe. Innerhalb des Ortskernes sind vielfach Gebäude ohne große Höfe oder Freiflächen vorzufinden. Die nachfolgende Abbildung stellt die typischen Hofsituationen in der Gemeinde Benshausen dar:
Wie die beiden Hofbeispiele zeigen, steht das Wohngebäude einer Hofanlage immer im Vordergrund. Stallungen und Nebengebäude schließen sich im hinteren Hofteil an. Im Ortsbereich „Am Wasser“ oder „Froschmarkt“ stehen die Gebäude meist traufseitig zur Strasse. Die Gebäude stehen dicht zusammen, ein Blick in den Hof ist nicht möglich. Früher wurde das Erdgeschoss dieser Gebäude meist als Scheune und Stall genutzt. Die Wohnräume befanden sich im Obergeschoss. Die Gebäude sind meist zweigeschossige Baukörper. Bei vielen Wohnhäusern wurden aufgrund der geänderten Lebensumstände und der gehobenen Ansprüche an Komfort, sowohl Boden-, als auch Spitzboden ausgebaut. Vielfach wurden die Gebäude und die Höfe aber auch durch Anbauten verändert. Die Ausführung von Anbauten sind dem nachfolgenden Absatz zu entnehmen. Die Häuser wurden traditionell als Fachwerkkonstruktion errichtet. Insbesondere entlang der Haupt- und Meininger Strasse sind noch sehenswerte Beispiele erhalten geblieben. 2. GESTALTUNG VON ANBAUTEN Allgemein gilt bei Erweiterungen der vorhandenen Bausubstanz, dass die Proportionen der Gebäude gewahrt bleiben. Vielfach werden bei Anbauten nachfolgende Fehler begangen: - Nichtbeachtung der Dachneigung des Hauptgebäudes - Dachform von Anbauten meist in Form eines Pultdaches - falsche Wahl der Dacheindeckung, wie z. B. Wellpolyesterplatten, Metalleindeckungen 3. LEITBILDER DER PLANUNG VON EINGANGSBEREICHEN Bei der Neugestaltung von Eingangsbereichen sollte darauf geachtet werden, dass diese
sich dem vorhandenen Umfeld anpassen und nicht fremd oder überdimensioniert wirken. - Unterordnung des Anbaus gegenüber dem Hauptgebäude - Dachform und –eindeckung, entsprechend des Hauptgebäudes 4. LEITBILDER BEI DER PLANUNG VON EINGANGSÜBERDACHUNGEN / WINDFÄNGEN Baumärkten erhältlichen Varianten zurückgegriffen. Diese sind meist aus Kunststoff und passen häufig weder in Gestaltung, noch bei der Farbwahl zum Gebäude. - Wahl der Baustoffe entsprechend des vorhandenen Gebäudes - Farbwahl in Anpassung an die Örtlichkeit - schlichte Ausführungen In Benshausen stellt das einfache Satteldach die typische Dachform dar. Bei Neubauten sind dagegen Pfettendächer häufiger anzutreffen. An den großen Gebäuden der
Neben der Dachform ist auch die gewählte Dachneigung von entscheidender
Bedeutung – die Wahl der Neigung entscheidet, ob ein Dach schlank oder gedrungen und
wuchtig wirkt.
- Beachtung einer Dachneigung zwischen 40 bis 50° - Satteldach mit symmetrischer Dachneigung - Geringere Dachneigung bei Nebengebäuden möglich - bei Lückenbebauung oder eng zusammenstehenden Gebäuden ist die Dachneigung der Örtlichkeit anzupassen 6. LEITBILDER BEI DER PLANUNG DER DACHEINDECKUNG Die Dacheindeckung ist eines der wichtigsten Gestaltungselemente des Daches. Form- und Farbwahl sollten daher unter Beachtung folgender Gesichtspunkte erfolgen: - Dacheindeckung: rote bis max. rotbraune Tonziegel - farbliche Ziegel in blau, grün oder anthrazit sind nicht gestattet - Anpassung an die umgebende Örtlichkeit 7. LEITBILDER BEI DER PLANUNG DER DACHÜBERSTÄNDE UND ORTGÄNGE Bei der Ausbildung der Dachüberstände und Ortgänge sind folgende Empfehlungen zu beachten: - Dachüberstand im Traufbereich: bis max. 50 cm - Dachüberstand im Ortgangbereich: bis max. 40 cm - Ortganggestaltung mit Ortgangbrett, Ortgangblech an Freisparren - Ausbildung einer Zahnleiste - keine Ortgangziegel 8. LEITBILDER BEI DER PLANUNG VON DACHAUFBAUTEN
Aufgrund der geänderten Nutzungsanforderungen an Wohngebäude, sind in den vergangenen Jahren vielfach die Dachgeschosse der Häuser ausgebaut worden. Da häufig die Belichtung über die Giebelseiten nicht ausreicht, wird die geschlossene Dachlandschaft durch den Einbau von Dachflächenfenstern unterbrochen. Dachflächenfenster sollten aber die Ausnahme bilden. Besser geeignet sind Dachgauben. Neben einer großen Formen- und Variantenvielfalt wird mit dem Bau von Gauben auch noch die Wohnfläche vergrößert. Aber auch bei der Planung und Gestaltung der Dachflächen mit Gauben, sind die Proportionen des Gebäudes zu wahren. - Gaubenformen: Schlepp-, Giebel-, Walmgaube - Zwerchgiebel - Beachtung der symmetrischen Dachaufteilung - Beachtung der 1/3-Regel (Gesamtbreite der Gauben – maximal 1/3 der Trauflänge 9. LEITBILDER BEI DER PLANUNG VON SCHORNSTEINEN UND SCHNEEFANGGITTERN Bei der Gestaltung der Schornsteine sollten folgende Aspekte beachtet werden: - Anordnung in Firstnähe - Blechverkleidungen aus Kupfer oder Titanzink in Stehfalzausführung als Alternative In Benshausen ist aufgrund der geografischen Lage, die Anordnung von Schneefanggittern, insbesondere auf den zu öffentlichen Wegen hingewandten Dachflächen zu empfehlen (lt. Thüringer Bauordnung Pflicht): - Schneefanggitter (farbliche Anpassung an Dachhaut möglich) - Schneefangbalken sind nicht zu empfehlen DIE FASSADE Die Fassade spiegelt den Charakter eines Gebäudes wieder. Daher ist es besonders wichtig, die Gestaltung der Fassade unter Beachtung der Materialwahl und Farbgestaltung gut zu planen. Innerhalb des Ortkernes von Benshausen überwiegen Putz- und Sichtfachwerkfassaden. An einigen Gebäuden sind aber auch noch sehenswerte Schieferbehänge zu finden. Massive Mauerwerksbauten im Bereich von Wohngebäuden sind nur an den Neubauten vorzufinden. Sichtbares Klinkermauerwerk ist noch an den alten Industriegebäuden, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden, anzutreffen. Neben der Gestaltung der Fassade spielt aufgrund der verschärften Gesetzgebung zur Energieeinsparung der Wärmeschutz eine wichtige Rolle. Wärmeschutzmaßnahmen sind entsprechend der technischen Regeln fachlich richtig zu planen, um Schäden am Gebäude (Feuchtigkeitseintragung durch Kondenswasser) und gestalterische Fehlentscheidungen zu minimieren. 10. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNG VON PUTZFASSADEN Die Putzfassade entstand in den vergangenen 50 Jahren. Dabei wurden die alten Fachwerkfassaden überputzt. Vor Beginn der Sanierungsarbeiten sollte geprüft werden, inwieweit der Putz geschädigt ist. Bei größeren Schäden ist der Abbruch des alten Putzes und ein Putzneuauftrag empfehlenswert. Sind nur kleinere Putzschäden vorhanden, könnten diese ausgebessert werden. Es ist dabei aber zu berücksichtigen, dass in diesem Fall Risse zwischen dem Neu- und Altputz nicht ausgeschlossen werden können. Bei anstehenden Sanierungen sollten folgende Hinweise Beachtung finden: - Energieeinsparnachweis zur Klärung der Dämmart & Taupunktberechnung - mineralische oder biologische Dämmaterialien bei überputzten Fachwerkkonstruktionen empfehlenswert - Styropordämmung kann bei Massivbauten eingesetzt werden - Oberflächenstruktur: fein strukturierte Oberflächen, keine Modellierputz - Erhalt vorhandener Fassadengliederungen oder Wiederherstellung von Gesimsen, Lisenen - Absetzung der Fenster-/Türleibungen, sowie Ausbildung von Faschen mit feinkörnigem Putz 11. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNG VONFACHWERKFASSADEN In der Gemeinde Benshausen gibt es noch eine Vielzahl gut erhaltener Fachwerkfassaden, die auch zukünftig erhalten und falls nötig, saniert werden sollten. Die Sanierung von Fachwerkfassaden erfordert eine umfassende Sanierungs- und Gestaltungsplanung im Vorfeld, sowie eine handwerklich perfekte Umsetzung im Rahmen der Ausführung. Hausbesitzer, die den Wunsch haben, ein verputzes Fachwerk wieder frei zu legen, sollten in besonderem Maße unterstützt werden. Bei der Neugestaltung von Fachwerkfassaden sind folgende Punkte zu beachten: - Energieeinsparnachweis zur Klärung der Dämmart & Taupunktberechnung - Fachberatung zur Bauzustandsbeurteilung und Feststellung von Schäden an den Balken der Fachwerkkonstruktion - Instandsetzungsarbeiten im traditionellen zimmermannsmäßigen Abbund - Sanierung der Fachwerkkonstruktion mit der gleichen Holzart, wie im Bestand – z. B. Sanierung der Schwellhölzer mit Eichenholz, Sanierung der Riegel und Stiele mit Fichtenholz - Beachtung der zulässigen Holzfeuchten während es Einbaus - Fugen in der Holzkonstruktion sind mit Holzkeilen auszuspänen - Anschluss Gefach / Fachwerk ist nicht mit Kunststoffen (Acryl) abzudichten - Gefacheanschluss mit Rechteckleisten am untern Rand und Trapez- oder Dreiecksleisten in den Seitenbereichen - Ausmauerung der Gefache mit kleinformatigen Mauerziegeln - mineralische oder biologische Dämmaterialien empfehlenswert - Putzart: mineralische Putze, wie Kalk- oder Kalkzementputze mit einer Körnung bis max. 1 mm – keine Kunstharzputze - Gefacheausbildung: flächenbündig oder kissenförmig - Kellenschnitt zwischen Gefache und Fachwerk 12. LEITBILDER BEI DER Fassadenverkleidungen sind ein häufiges Gestaltungselement für Wandbereiche, die dem Wetter im besonderen Maß ausgesetzt sind, z. B. Westfassaden oder Giebelbereiche. Aufgrund der geografischen Lage von Benshausen, sind hier viele Fassaden mit Naturschiefer, in den verschiedensten Varianten verkleidet worden. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Fassaden teilweise mit Holzschindeln verkleidet. Insbesondere die Holzschindel- und Naturschieferfassaden sollten erhalten bleiben, stellen sie doch ein Zeugnis der handwerklichen Fähigkeiten dar und tragen zum individuellen Aussehen des Ortes bei. Da die Schiefergruben in Thüringen mittlerweile nicht mehr existieren, besteht hier durchaus die Gefahr, dass die alten klassischen Schieferfassaden aus dem Ortsbild verschwinden und durch industriell gefertigte Verkleidungen ersetzt werden. - Wandverkleidung mit kleinformatigen Elementen (Schiefer, Holzschindel) - Sichtschalungen aus Holz, mit senkrecht verlegten Elementen - ausreichende Hinterlüftung der vorgehängten Fassadeelemente beachten - Kunststoffplatten, Falzschablonen aus Aluminium gehören nicht in den historischen Ortskern - Nachahmungen von Holzschindeln aus Kunststoff sind nicht erlaubt - Aufdopplung von Fachwerk ist nicht erlaubt - Materialwahl: ortstypisch, d. h. Wahl von Holz oder Schiefer 13. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNG VON GEBÄUDESOCKELN Klassisch ist innerhalb der historischen Dorfstruktur der Natursteinsockel. Ist dieser in einem baulich guten Zustand sollte dieser auch erhalten bleiben. In den vergangenen Jahren wurden viele der Natursteinsockel überputzt. Der Nachteil verputzter Natursteinsockel ist, dass der Putz aufgrund der Feuchteeintragung nur eine begrenzte Lebensdauer hat und mit der Zeit abplatzt. Oftmals sind das Säubern der Steine (Entfernung des Altputzes) und eine Neuverfugung ausreichend. Bei zukünftigen Arbeiten sind folgende Punkte zu beachten: - Prüfung des vorhandenen Sockels auf eventuelle Feuchteschäden - Erhalt der ortstypischen Natursteinsockel - Beachtung einer abgeschrägten Sockeloberkante, damit das Wasser ablaufen kann und nicht in den Putz oder die Schwelle eindringt - bei einer Neuverfugung ist zu beachten, dass das Fugenmaterial nicht über die Steinkanten hinausragt - bei schlecht erhaltenen Sockeln ist ein Verblenden mit ortstypischen Materialen, wie Sand- oder Kalkstein möglich - bestehen keine Feuchtigkeitsprobleme, ist der Fassadenputz bis Geländeroberkante zu ziehen und im Geländebereich als Sockelputz auszubilden - auf eine Verkleidung mit Fliesen-, Klinker-, Granitplatten ist zu verzichten - Verputz mit Buntsteinputzen ist nicht gestattet
14. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNG VON ANSTRICHEN Die Farbgebung von Putz- oder Fachwerkfassaden ist ein entscheidendes Gestaltungs- element. Daher ist es besonders wichtig, die Farbgebung harmonisch zu gestalten, damit das Gebäude als gesamte Einheit betrachtet wird. Aufgrund der großen Farbvielfalt besteht leicht die Gefahr, Fehlentscheidungen zu treffen, da kleine Farbproben oder Musterkarten häufig die tatsächliche Erscheinung des gewählten Farbtones auf der Fassade nicht wiederspiegeln können. Folgende Grundgedanken sind daher zu beachten: - fachmännische Unterstützung bei der Farbwahl ersuchen - Anstriche: mineralisch und diffusionsoffen (z. B. Silikatfarben) - Farbtöne nur in den, für den Ort typischen Töne, dezent mit der Nachbarbebauung abgestimmt (helle Gefachefarben bei Fachwerk) - Sockelgestaltung: helle bis erdfarbene Anstriche - farbliche Absetzung von Leibungen und Faschen in passenden Tönen zur Fassadenfarbe - grelle Farbtöne sind nicht gestattet - Holzflächen: lasierende, offenporige Anstriche Im ländlichen Raum war die Hauseingangstür ein repräsentatives Element – je feiner und edler eine Tür gestaltet war, umso wohlhabender waren die Hausherren. Sie sollten aber auch Schutz bieten und Gäste herzlich begrüßen. Die Kultur einer schönen und repräsentativen Haustür ist heute fast ausgestorben. Kosten- günstige Kunststofftüren aus heimischen Baumärkten erfreuen sich großer Beliebtheit. Historische Haustüren sind in Benshausen kaum noch vorzufinden. Um diesem Trend entgegen zu wirken, sollten folgende Empfehlungen beachtet werden: - Wahl der Haustür entsprechend des Haustyps - Material: heimische Hölzer - Verglasung: glasteilende Sprossen - Oberlichter sind bei großen Türhöhen möglich - symmetrische Teilungen - Wetterschenkel am Fußpunkt Abbildung 103: Hauseingangstüren 16. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNGSPLANUNG VON FENSTERN Fenster sind ein wichtiges Gestaltungselement eines Gebäudes. Sie prägen maßgeblich das dörfliche Erscheinungsbild. Es ist jedoch auch bei diesem Gestaltungselement festzustellen, dass in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig Wert auf die Gestaltung der Fenster in Form, Größe und Farbgebung gelegt wurde. Ursachen hierfür sind sicherlich ein sich ständig wechselnder Zeitgeschmack, die große Farb-, Formen und Materialvielfalt und der damit verbundenen Finanzierungsrahmen, sowie eine oftmals fehlende Fachkenntnis oder Fehlberatung. Entgegen der vorhandenen Gebäudeproportionen wurden Fensteröffnungen zu besseren Belichtung der Innenräume vergrößert. Dabei wurden meist liegende Formate angewendet. In die Öffnungen wurden dann Fenster mit unsymmetrischer oder keiner Teilung eingesetzt. Damit wurden die Gebäude ihres Aussehens und Charakters beraubt. Abbildung 104: Fensterteilungen als Beispiel am Gebäude - mehrere kleinere Fensterformate nebeneinander, anstelle eines großen Fensters - stehende Fensterformate - sind alte originale Fenster vorhanden und müssen diese erneuert werden, sind die Teilungen des Bestandes aufzugreifen - gut erhaltene, historische Bestandsfenster sollten im Gebäude verbleiben – im Rahmen der Energieeinsparverordnung ist die Möglichkeit des Einbaus eines inneren Kastenfensters zu prüfen - symmetrische Teilungen - Abmessungen von glasteilendem Stulp, Kämpfer und Sprosse aufeinander abstimmen - Fenster möglichst mehrflüglig ausbilden - aufgesetzte, innen liegende Sprossen sind nicht gestattet - zur Beschattung / Sichtschutz: Fensterläden - Außenrolladen sind nicht gestattet - Materialwahl: heimische Hölzer - in Fachwerkgebäuden sind ausschließlich Holzfenster gestattet - Farbgebung: in Anpassung an das Gebäude (ist individuell abzuklären) - farblich abgesetzte Fensterumrahmungen aus Holz (bei Sichtfachwerk) - äußere Fensterbänke in Verblechung oder aus Stein Abbildung 105: Fenstergestaltung DIE AUSSENANLAGEN 17. LEITBILDER BEI DER Als typische Zaunart in Benshausen sollte der einfache Holzstaketenzaun mit senkrechten Zaunlatten auch weiterhin Verwendung finden. Die Zaunlatten werden auf den horizontal- liegenden Zaunriegeln befestigt. Bei der Wahl der Pfostenform sind runde und kantige Formen möglich. Massive Zaunpfosten sollten in ihren Proportionen an die Umgebung angepasst werden. Als Pfostenmaterial sind Natursteine empfehlenswert. Eine Zaunanlage sollte eine schlichte Farbgebung erhalten, helle Brauntöne oder auch unbehandelt wird der Zaun aufgrund der direkten Bewitterung seine Farbgebung im Laufe der Zeit noch ändern. Die Zaunhöhe innerhalb der Gemeinde sollte 1.50 m nicht überschreiten. Ein Jägerzaun hat innerhalb der geschlossenen Ortschaft nichts zu suchen. Zusammenfassung der Gestaltungshinweise: - Staketen- oder Holzlattenzäune - Massivpfosten nur in Anpassung an die örtliche Umgebung - Material: Holz, bei Massivpfosten: Naturstein - Zaunhöhe: max. 1.50 m - Jägerzäune, Metallzäune gehören nicht in den geschlossenen Ortskern Ein klassischer Vorgarten ist in Benshausen im Bereich der öffentlichen Wege nur vereinzelt anzutreffen (z. B. Bäckergasse). Ein gepflegter Vorgarten belebt die öffentlichen Flächen und trägt zum positiven Erscheinungsbild des Ortes bei. Früher wurde der Vorgarten hauptsächlich zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt. Heute dient eine Vorgarten mehr dem Erholungseffekt. Für die Pflege oder auch Neuerrichtung von Vorgärten sollten folgende Hinweise beachtet werden: - Einfriedungen aus Staketen- oder Holzlattenzäunen - ausgewogene Mischung aus Wegen, Rasenflächen und Blumenflächen - keine befestigten Wege, sondern die Laufflächen sickerfähig gestalten - heimische Sträucher, Hecken, Obstbäume – sie beleben nicht nur den Vorgarten, sondern bieten auch Vögeln und Insekten einen geschützten Lebensraum - Koniferen oder Lebensbäume sind zur Gestaltung des ländlichen Vorgartens nicht geeignet Neben den Vorgärten bietet auch eine klassische Fassadenbegrünung ein abwechslungsreiches Bild. Durch Fassadengrün können Mängel an der Fassade verdeckt werden. Daneben bietet die Begrünung auch Schutz vor Witterungseinflüssen (direkte Sonnenbestrahlung, Beregnung). Bei Wahl der richtigen Pflanzenarten besteht keine Gefahr, dass Sockel oder Wandflächen nachhaltig zerstört werden. Werbetafeln sollen den Weg zum Dienstleister oder Gewerbetreibenden weisen. Bei der Gestaltung der Werbetafeln sollte darauf geachtet werden, dass weniger manchmal mehr ist. Überdimensionierte Tafeln verunstalten nicht nur das Gebäude, an dem sie sich befinden, sondern auch das Ortsbild. Folgende Hinweise sind bei zukünftigen Planungen zu berücksichtigen: - Tafelgröße nicht mehr als 0.5 m² - keine Leuchtreklame oder grelle Farben - Anordnung möglichst auf einer Freifläche und nicht am Gebäude 20. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNGSPLANUNG DER ORTBELEUCHTUNG Die Ortsbeleuchtung ist durch die Gemeinde im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht zu realisieren. Im Rahmen der Straßensanierung in der Bäckergasse wurden neue, rein technische Leuchten installiert. Diese sind entsprechend des Bedarfs und der Nutzungsan- forderungen ausgewählt worden. In allen anderen Bereichen des Ortskerns findet man noch alte Leuchtenkörper, die auf Betonmasten sitzen vor. Bei zukünftigen Planungen sollten folgende Überlegungen berücksichtigt werden. - Ergänzung zukünftiger Beleuchtung in Anpassung an die bereits neu errichteten Leuchten und Maste - Errichtung attraktiver Leuchten an repräsentativen Plätzen, Freiflächen (z. B. Markt) 20. LEITBILDER BEI DER PLANUNG VON NEUANPFLANZUNGEN Begrünungen, ob direkt vor dem Haus, entlang von Straßenzügen oder auf Freiflächen beleben das Ortsbild, schaffen Lebensraum für heimische Tiere und tragen auch zum Erholungseffekt der Anwohner bei. Durch die vielfachen Möglichkeiten, Grün- und Nutzpflanzen zu beziehen, gedeihen in einigen Höfen und Vorgärten mittlerweile Pflanzen, die es früher an diesen Stellen nicht gab (z. B. Pfirsich- oder Mandelbäume). Aber auch Koniferen und Lebensbäume haben aufgrund der erfolgreichen Bewerbung durch Baumärkte Einzug in den geschlossenen Ortskern gehalten. Koniferen und Lebensbäume sollten aber stückweise durch heimische Laub- und Obstgehölze ersetzt werden. Die zukünftige Gestaltung von Freiflächen sollte auch die Einbeziehung heimischer Gehölze berücksichtigen. Die Auswahl möglicher Pflanzungen sollte sich immer an den örtlichen Gegebenheiten orientieren. Großkronige Bäume können innerhalb der Ortschaft zum Beispiel nur als einzeln stehend angeordnet werden. Kleinkronige Bäume oder Sträucher eignen sich dagegen in Benshausen auch als Straßenbegleitgrün. Nachfolgende Übersicht gibt einen kleinen Überblick über mögliche Gehölze, Sträucher und Klettergewächse, die bei Neuanpflanzungen berücksichtigt werden sollten: Großkronige Bäume Großkronige Bäume eignen sich zur Bepflanzung entlang von Landstrassen oder aber als einzeln stehendes Gehölz auf einer großen Freifläche. Die Linde ist einer der bekanntesten und beliebtesten großkronigen Bäume. Der ursprüngliche Waldbaum hielt bereits vor vielen Jahrhunderten Einzug in die dörflichen Siedlungen. Meist wurde eine Linde auf dem Dorfplatz angepflanzt. Neben den Linden sind auch häufig Eichen gepflanzt worden. Diese wachsen sehr langsam und werden sehr alt. - Rosskastanie: HÖHE: BIS 25M, DICHTE RUNDE KRONE, BLÜTEN WEIß (AUFRECHTE RISPEN), BLÜTEZEIT: V - Winterlinde: HÖHE: BIS 25M, UNREGELMÄßIGE KRONE, BLÜTEN GELB (TRUGDOLDEN), BLÜTEZEIT: VII - Sommerlinde: HÖHE: BIS 30M, KRONE BREIT-EIFÖRMIG, BLÜTEN WEIßGELB, BEVORZUGT GEGENÜBER WINTERLINDE WÄRMERE, FEUCHTERE STANDORTE - Stieleiche: HÖHE: BIS 40M, BREITKRONIG, BLÜTEN KÄTZCHEN, BLÜTEZEIT: V, IN NIEDERUNGEN MIT NÄHRSTOFFREICHEM BODEN - Traubeneiche: HÖHE: BIS 35M, BREITKRONIG, BLÜTEN KÄTZCHEN, BLÜTEZEIT: V, GEEIGNET FÜR WARME, SONNIGE HÄNGE - Hainbuche: HÖHE: BIS 20M, SCHMALE KRONE, ZWEIFARBIGER STAMM, BLÜTEZEIT: IV-V - Rotbuche: HÖHE: BIS 40M, SCHMALE KRONE, STAMM MIT SILBERGRAUER RINDE, BLÜTEZEIT: IV-V - Spitz-Ahorn: HÖHE: BIS 25M, KEGELIGE KRONE, BLÜTEN GELBGRÜN, BLÜTEZEIT: IV, VERTRÄGT TROCKENHEIT UND IST ABSOLUT WINTERHART - Silber-Ahorn: HÖHE: BIS 40M, OFT MEHRSTÄMMIG, BLÜTEN GELBGRÜN, BLÜTEZEIT: III, IM ALTER TROCKENE, BRÜCHIGE ÄSTE, FÜR PFLANZUNGEN IN INDUSTRIEGEBIETEN GEEIGNET Obstgehölze Obstgehölze sind für die Gestaltung von Vor- oder Hausgärten und als Straßenbegleitgrün geeignet. Sie blühen im Frühjahr und schmücken die Ortschaft mit ihrer Blütenpracht. In den folgenden Monaten reifen dann die Früchte heran, die während des Reifeprozesses kleine Farbtupfer bilden und die dann auch verzehrt werden können. Der Apfel ist die am meisten angepflanzte Obstart. Birnen waren häufig auf alten Bauerngehöften anzutreffen. Es ist aber zu beachten, dass Birnen anfälliger gegen Krankheiten und Schädlinge sind. Pflaumen und Kirschen sind sehr formen- und artenreich. Ein klassischer Baum im ländlichen Raum ist auch die Walnuss, die häufig als Hausbaum angepflanzt wurde. - Apfel: HÖHE: BIS 10M, BREITWÜCHSIGE KRONE, BLÜTEN WEIß BIS ROSA, BLÜTEZEIT: V-VI - Birne: HÖHE: BIS 20M, KEGELFÖRMIGE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV-V - Süßkirsche: HÖHE: BIS 15M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV-V - Sauerkirsche: HÖHE: BIS 5M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV-V - Pflaumen / Zwetschge: HÖHE: BIS 8M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV - Walnuss: HÖHE: BIS 25M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIßLICH (KÄTZCHEN), BLÜTEZEIT: V-VI Sträucher & Gehölze Sträucher und Gehölze sind auffällig an Blüten und Früchten. Auffällig ist auch oft ihre bunte Herbstfärbung. HÖHE: BIS 6M, BREITER WUCHS, BLÜTEN KÄTZCHEN - Schwarzdorn (Schlehe): HÖHE: BIS 3M, DORNIG, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV, FRÜCHTE BLAU - Blutroter Hartriegel: HÖHE: BIS 3M, DORNIG, VERSCHIEDENE ARTEN MIT GRÜNER, GELBER, ROTER RINDE, BLÜTEZEIT: V-VI, FRÜCHTE BLAU, ROTE HERBSFÄRBUNG, GIFTIG - Weißdorn: HÖHE: BIS 5M, DORNIG, ÜBERTRÄGT OBSTKRANKHEITEN, BLÜTEZEIT: V-VI, FRÜCHTE ROT - Gemeine Schneebeere (Knallerbse): HÖHE: BIS 2M, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: VI-IX, FRÜCHTE WEIß - Gemeiner Schneeball: HÖHE: BIS 3M, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: V-VI, FRÜCHTE ROT, GIFTIG - wolliger Schneeball: HÖHE: BIS 3M, AUFRECHT BUSCHIG, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: V-VI, FRÜCHTE ERST ROT DANN SCHWARZ, GIFTIG - Kornelkirsche (Herlitze): HÖHE: BIS 4M, KLEINER BAUM, BLÜTEN GELB, BLÜTEZEIT: III-IV, FRÜCHTE ROT, ESSBAR - Besenginster: HÖHE: BIS 2M, KLEINER BAUM, BLÜTEN GELB, BLÜTEZEIT: V-VI, ANSPRUCHSLOS, FROSTEMPFINDLICH - Hunds-Rose: HÖHE: BIS 3M, ÜBERHÄNGEND, BLÜTEN ROSA, BLÜTEZEIT: V-VI, FRÜCHTE „HAGEBUTTE“, BESTACHELT, WOHLRIECHEND - Roter Holunder: HÖHE: BIS 3M, LAUBSTRAUCH, BLÜTEN GELBLICHGRÜN, BLÜTEZEIT: IV-V, FRÜCHTE LEUCHTEND ROT, GIFTIG - Schwarzer Holunder: HÖHE: BIS 7M, LAUBSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: VI-VII, FRÜCHTE SCHWARZ, ESSBAR - Forsythie: HÖHE: BIS 3M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN GELB, BLÜTEZEIT: IV, VIELE VERSCHIEDENE SORTEN - Fächer-Zwergmispel HÖHE: BIS 50CM, ZWERGSTRAUCH, BLÜTEN RÖTLICH, FRÜCHTE ROT - Vielblütige Zwergmispel: HÖHE: BIS 2M, LAUBSTRAUCH ÜBERHÄNGEND, BLÜTEN - Gemeiner Flieder: BLÜTEN LILA, BLÜTEZEIT V, DUFTEND, VERSCHIEDENFARBIGE SORTEN - Niedriger Spierstrauch: HÖHE: BIS 1M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN ROSA BIS DUNKELROT, BLÜTEZEIT IV-IX, ANSPRUCHSLOS, VIELE SORTEN - Steinquitte: HÖHE: BIS 1M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN WEIß BIS ROT, BLÜTEZEIT III-IV, DUFTEND - Immergrüner Rhododendron: HÖHE: BIS 5M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, ROSA, ROT LILA, BLÜTEZEIT IV-V - Immergrüner Rhododendron (Azalee): HÖHE: BIS 3M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN GELB, ORANGE, ROT, BLÜTEZEIT IV-V, VOR BLÜTENAUSTRIEB DUFTEND, BUNTE HERBSFÄRBUNG Bodendecker und immergrüne Laubgehölze Bodendecker sind auch ein Gestaltungselement und sollen den Boden unkrautfrei halten. Immergrüne Laubgehölze sind insbesondere in der kalten Jahreszeit, wenn sich Rauhreif oder Schnee auf ihren Blätter absetzt, ein kleiner Blickfang. - Gemeiner Efeu: HÖHE: BIS 20M, IMMERGRÜNES KLETTERGEHÖLZ, BLÜTEN GRÜNGELB, BLÜTEZEIT IX-X, GIFTIG - Kleines Immergrün: HÖHE: BIS 50CM, ZWERGSTRAUCH KRIECHEND, BLÜTEN WEIß, ROSA ODER VIOLETT, BLÜTEZEIT: V-IX, BILDET AUSLÄUFER HÖHE: BIS 3M, IMMERGRÜNER LAUBSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT V-VI, FRÜCHTE ROTE BEEREN - Runzelblättriger Schneeball: HÖHE: BIS 4M, IMMERGRÜNER LAUBSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT V-VI, FRÜCHTE ERST ROT, SPÄTER SCHWARZ, ZIERT DURCH GROSSES BLATT Hecken Hecken sind eine Möglichkeit, Grundstücke voneinander abzugrenzen. Hierzu werden viele Sträucher einer Sorte eng zusammengepflanzt. Die Hecke ist etwas pflegeintensiver, da sie jährlich in Form geschnitten werden muss. Als Hecken eignen sich Sträucher, die einen Rückschnitt gut vertragen und danach schnell wieder austreiben können. - Gemeiner Liguster (Rainweide): HÖHE: BIS 5M, LAUBSTRAUCH DICHTBUSCHIG, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT VI-VII, FRÜCHTE SCHWARZE BEEREN, GIFTIG - Weinrose: HÖHE: BIS 3M, LAUBSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, ROSA ODER VIOLETT, BLÜTEZEIT: V-IX, BILDET AUSLÄUFER - Feuerdorn: HÖHE: BIS 3M, IMMERGRÜNER LAUBSTRAUCH, BLÜTEN ROSA, BLÜTEZEIT VI-IX, FRÜCHTE „HAGEBUTTEN“ - Großer Pfeifenstrauch (falscher Jasmin): HÖHE: BIS 3M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT V-VI, BLÜTEN DUFTEN Klettergehölze - Gemeine Waldrebe: TRIEBE: BIS 5M, KLETTERGEHÖLZ MIT WINDENDEN TRIEBEN, BLÜTEN WEIß IN RISPEN, BLÜTEZEIT VII-VIII, FRÜCHTE NÜSSCHEN, VIELE FARBEN - Kletterwein: KLETTERGEHÖLZ, RANKEN MIT HAFTSCHEIBEN, BLÜTEN GRÜN, BLÜTEZEIT VI-VII, FRÜCHTE BLAUSCHWARZ, GIFTIG - Blauregen (Glyzinie) : KLETTERGEHÖLZ, STARKWÜCHSIG BIS 20M, BLÜTEN LILA, BLÜTEZEIT V, VON VIELEN INSEKTEN BESUCHT - Ende dieser Beitragsreihe, Bilder und Text: Ingenieurbüro Dreblow, Vachdorf - Wir hoffen, Sie konnten einige Anregungen für sich entnehmen. Das gesamte Planwerk zur Dorferneuerungsplanung liegt in der Gemeindeverwaltung zur Einsichtnahme aus.
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