DORFERNEUERUNG BENSHAUSEN

 

Die Gemeinde Benshausen hat in den vergangenen Jahren mehrfach die Aufnahme in das Förderprogramm der Dorferneuerung beantragt.

 

Im Jahr 2009 wurde Benshausen endlich als Förderschwerpunkt in das Programm der Dorferneuerung aufgenommen. Durch den Fördermittelgeber wurde der hohe Bedarf an

Fördermitteln sowohl auf kommunaler, wie auch privater Ebene erkannt. Positiv bewertet wurde zum Zeitpunkt der Aufnahme, die ausgewogene Mischung aus kommunalen Hoch- und Tiefbaumaßnahmen.

 

Das Ingenieurbüro Dreblow wurde mit der Erarbeitung der Dorfentwicklungsplanung und der Durchführung der Informations-, Beratungs- und Motivationsphase beauftragt.  

 

Bürger, die für geplante Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung einen Förderantrag stellen möchten, wenden sich zur Beratung direkt an das beauftragte Ingenieurbüro:

 

Ingenieurbüro für Bauplanung Dreblow
Herr Dipl.-Ing. Olaf Dreblow und Frau Dipl.-Ing. Sabine Dreblow

Obendorferstr. 85a

98617 Vachdorf

Tel.: 03 69 49 - 23 91 23

Fax: 03 69 49 - 23 91 24

e-mail: odreblow@t-online.de

 

Förderrichtlinie und Antragsformulare sind im Internet verfügbar unter: http://www.thueringen.de/de/landentwicklung/aufgaben/entwicklung/
dorferneuerung_entwicklung/

 

Förderzeitraum gilt von 2011 bis 2015

Anträge (vollständig incl. der erforderlichen Unterlangen) für das Folgejahr

sind spätestens bis zum 31.10. des laufenden Jahres 

beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung, Frankental 1 in
98617 Meiningen einzureichen.  

 

 

Der Entwurf der Dorfentwicklungsplanung wurde durch das Ingenieurbüro Dreblow in Zusammenarbeit mit dem Dorferneuerungsbeirat erarbeitet. Interessierte Bürger können während der Sprechzeiten in der Gemeindeverwaltung Einsicht in das Planwerk nehmen.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle Auszüge aus der, dem Plan beiliegenden Gestaltungsfibel als Anregung und Leitfaden für interessierte Bürger:

 

 

GESTALTUNGSFIBEL ALS LEITFADEN zur DORFERNEUERUNG

 

Die Gestaltungshinweise wurden nach Abschluss der Ortsanalyse durch das Ingenieurbüro Dreblow erarbeitet.

Hauptziel ist es, die orts- und regionaltypischen Gestaltungsmerkmale zu bewahren und in eine zeitgemäße Bauausführung zu integrieren.

 

Der vorliegende Leitfaden soll sowohl der Gemeinde, als auch den Bürgern als Hilfestellung für zukünftige Planungen dienen.

Sanierungen und Rekonstruktionen helfen, die historische Bausubstanz zu bewahren.

Durch geschickte Neu- und Umbauplanungen kann historisch Gewachsenes mit den heutigen Anforderungen kombiniert werden. Bei allen Arbeiten ist das Ortsbild mit seinen Proportionen zu wahren. Die Gestaltungsempfehlung basiert auf den historisch gewachsenen und analysierten Strukturen.

Die beschriebenen Gestaltungsempfehlungen sollen Mängel in der Gestaltung verhindern helfen. Insbesondere bei denkmalgeschützten Objekten sind genauere Abstimmungen mit den Fachbehörden empfehlenswert. Vor Beginn einer jeden Baumaßnahme sollte geprüft werden, welcher Bauzustand vorhanden ist, was es zu erhalten gilt und was möglicherweise erneuert werden muss. Sanierungs- oder Rekonstruktionsmaßnahmen sollten auch zukünftig die erste Option sein, bevor über Abbruch- und / oder Neubaumaßnahmen entschieden wird.

 

GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN

 

1. DER HOF

 

Da sich die Bebauung innerhalb des Ortskernes Benshausen in den vergangenen Jahren nur in geringem Maße verändert hat, sind die typischen Zwei-, Drei- oder Vierseithöfe noch gut

nachvollziehbar.

Ein noch gut erhaltener Vierseithof ist das Gemeindeamt am Markt 7.

Entlang der Meininger Strasse und Hauptstrasse stehen vorwiegend Zweiseithöfe. Innerhalb des Ortskernes sind vielfach Gebäude ohne große Höfe oder Freiflächen vorzufinden.

Die nachfolgende Abbildung stellt die typischen Hofsituationen in der Gemeinde Benshausen dar:

 

 

Abildung 87:  typischer Zweiseithof             Abildung 88:  typischer Dreiseithof

 

Wie die beiden Hofbeispiele zeigen, steht das Wohngebäude einer Hofanlage immer im

Vordergrund. Stallungen und Nebengebäude schließen sich im hinteren Hofteil an.

 

Im Ortsbereich „Am Wasser“ oder „Froschmarkt“ stehen die Gebäude meist traufseitig zur

Strasse. Die Gebäude stehen dicht zusammen, ein Blick in den Hof ist nicht möglich. Früher

wurde das Erdgeschoss dieser Gebäude meist als Scheune und Stall genutzt. Die Wohnräume befanden sich im Obergeschoss.

   

Die Gebäude sind meist zweigeschossige Baukörper. Bei vielen Wohnhäusern wurden

aufgrund der geänderten Lebensumstände und der gehobenen Ansprüche an Komfort, sowohl Boden-, als auch Spitzboden ausgebaut. Vielfach wurden die Gebäude und die Höfe aber auch durch Anbauten verändert. Die Ausführung von Anbauten sind dem nachfolgenden Absatz zu entnehmen.

Die Häuser wurden traditionell als Fachwerkkonstruktion errichtet. Insbesondere entlang der

Haupt- und Meininger Strasse sind noch sehenswerte Beispiele erhalten geblieben. 

 

2. GESTALTUNG VON ANBAUTEN

 

Allgemein gilt bei Erweiterungen der vorhandenen Bausubstanz, dass die Proportionen der

Gebäude gewahrt bleiben. 

Vielfach werden bei Anbauten nachfolgende Fehler begangen:

- Nichtbeachtung der Dachneigung des Hauptgebäudes

- Dachform von Anbauten meist in Form eines Pultdaches

- falsche Wahl der Dacheindeckung, wie z. B. Wellpolyesterplatten, Metalleindeckungen

 

3. LEITBILDER DER PLANUNG VON EINGANGSBEREICHEN

 

Bei der Neugestaltung von Eingangsbereichen sollte darauf geachtet werden, dass diese

sich dem vorhandenen Umfeld anpassen und nicht fremd oder überdimensioniert wirken.

- Unterordnung des Anbaus gegenüber dem Hauptgebäude

- Dachform und –eindeckung, entsprechend des Hauptgebäudes

  

4. LEITBILDER BEI DER PLANUNG VON EINGANGSÜBERDACHUNGEN / WINDFÄNGEN

 

Für Windfänge oder Überdachungen von Eingangsbereichen wird häufig auf die in

Baumärkten erhältlichen Varianten zurückgegriffen. Diese sind meist aus Kunststoff und passen häufig weder in Gestaltung, noch bei der Farbwahl zum Gebäude. 

- Wahl der Baustoffe entsprechend des vorhandenen Gebäudes

- Farbwahl in Anpassung an die Örtlichkeit

- schlichte Ausführungen

 

5. LEITBILDER BEI DER PLANUNG DER DACHFORMEN

 

In Benshausen stellt das einfache Satteldach die typische Dachform dar. Bei Neubauten sind dagegen Pfettendächer häufiger anzutreffen. An den großen Gebäuden der

Weinhändlergehöfte sind auch vereinzelt Mansard-, Krüppelwalm-, und Walmdächer zu sehen.
Neben der Dachform ist auch die gewählte Dachneigung von entscheidender
Bedeutung – die Wahl der Neigung entscheidet, ob ein Dach schlank oder gedrungen und
wuchtig wirkt.

 

- Beachtung einer Dachneigung zwischen 40 bis 50°

- Satteldach mit symmetrischer Dachneigung

- Geringere Dachneigung bei Nebengebäuden möglich

- bei Lückenbebauung oder eng zusammenstehenden Gebäuden ist die Dachneigung der Örtlichkeit anzupassen

  

6. LEITBILDER BEI  DER PLANUNG DER DACHEINDECKUNG

Die Dacheindeckung ist eines der wichtigsten Gestaltungselemente des Daches.

Form- und Farbwahl sollten daher unter Beachtung folgender Gesichtspunkte erfolgen:

- Dacheindeckung: rote bis max. rotbraune Tonziegel

- farbliche Ziegel in blau, grün  oder anthrazit sind nicht  gestattet

- Anpassung an die umgebende Örtlichkeit

  

7. LEITBILDER BEI  DER PLANUNG DER DACHÜBERSTÄNDE UND ORTGÄNGE  

 

Bei der Ausbildung der Dachüberstände und Ortgänge sind folgende Empfehlungen zu beachten:

- Dachüberstand im Traufbereich: bis max. 50 cm

- Dachüberstand im Ortgangbereich: bis max. 40 cm

- Ortganggestaltung mit Ortgangbrett, Ortgangblech an Freisparren

- Ausbildung einer Zahnleiste

- keine Ortgangziegel

 

8. LEITBILDER BEI  DER PLANUNG VON DACHAUFBAUTEN

 

Aufgrund der geänderten Nutzungsanforderungen an Wohngebäude, sind in den vergangenen Jahren vielfach die Dachgeschosse der Häuser ausgebaut worden. Da häufig die Belichtung über die Giebelseiten nicht ausreicht, wird die geschlossene Dachlandschaft durch den Einbau von Dachflächenfenstern unterbrochen. Dachflächenfenster sollten aber die Ausnahme bilden.

Besser geeignet sind Dachgauben. Neben einer großen Formen- und Variantenvielfalt wird mit dem Bau von Gauben auch noch die Wohnfläche vergrößert. Aber auch bei der Planung und Gestaltung der Dachflächen mit Gauben, sind die Proportionen des Gebäudes zu wahren.

- Gaubenformen: Schlepp-, Giebel-, Walmgaube

- Zwerchgiebel

- Beachtung der symmetrischen Dachaufteilung

- Beachtung der 1/3-Regel (Gesamtbreite der Gauben – maximal 1/3 der Trauflänge

 

9. LEITBILDER BEI  DER PLANUNG VON SCHORNSTEINEN UND SCHNEEFANGGITTERN

 

Bei der Gestaltung der Schornsteine sollten folgende Aspekte beachtet werden:

- Anordnung in Firstnähe

- Anpassung an die Dachhaut, d. h. bei roter Ziegeldeckung ist das klassische Klinkermauerwerk zu empfehlen

- Blechverkleidungen aus Kupfer oder Titanzink in Stehfalzausführung als Alternative

 

In Benshausen ist aufgrund der geografischen Lage, die Anordnung von Schneefanggittern, insbesondere auf den zu öffentlichen Wegen hingewandten Dachflächen zu empfehlen (lt. Thüringer Bauordnung Pflicht):

- Schneefanggitter (farbliche Anpassung an Dachhaut möglich)

- Schneefangbalken sind nicht zu empfehlen

 

DIE FASSADE

 

Die Fassade spiegelt den Charakter eines Gebäudes wieder. Daher ist es besonders wichtig, die Gestaltung der Fassade unter Beachtung der Materialwahl und Farbgestaltung gut zu planen.

Innerhalb des Ortkernes von Benshausen überwiegen Putz- und Sichtfachwerkfassaden. An einigen Gebäuden sind aber auch noch sehenswerte Schieferbehänge zu finden.

Massive Mauerwerksbauten im Bereich von Wohngebäuden sind nur an den Neubauten vorzufinden. Sichtbares Klinkermauerwerk ist noch an den alten Industriegebäuden, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurden, anzutreffen.

Neben der Gestaltung der Fassade spielt aufgrund der verschärften Gesetzgebung zur Energieeinsparung der Wärmeschutz eine wichtige Rolle. Wärmeschutzmaßnahmen sind entsprechend der technischen Regeln fachlich richtig zu planen, um Schäden am Gebäude (Feuchtigkeitseintragung durch Kondenswasser) und gestalterische Fehlentscheidungen zu minimieren.

 

 

10. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNG VON PUTZFASSADEN

 

Die Putzfassade entstand in den vergangenen 50 Jahren. Dabei wurden die alten Fachwerkfassaden überputzt. Vor Beginn der Sanierungsarbeiten sollte geprüft werden, inwieweit der Putz geschädigt ist. Bei größeren Schäden ist der Abbruch des alten Putzes und ein Putzneuauftrag empfehlenswert. Sind nur kleinere Putzschäden vorhanden, könnten diese ausgebessert werden. Es ist dabei aber zu berücksichtigen, dass in diesem Fall Risse zwischen dem Neu- und Altputz nicht ausgeschlossen werden können. Bei anstehenden Sanierungen sollten folgende Hinweise Beachtung finden:

- Energieeinsparnachweis zur Klärung der Dämmart & Taupunktberechnung

- mineralische oder biologische Dämmaterialien bei überputzten Fachwerkkonstruktionen empfehlenswert

- Styropordämmung kann bei Massivbauten eingesetzt werden

- Putzart: mineralische, offenporige und atmungsaktive Putze, wie Kalk- oder Kalkzementputze mit einer Körnung    bis max. 3 mm – keine Kunstharzputze, diese versiegeln die Fassade, das darunter liegende Fachwerk kann verfaulen

- Oberflächenstruktur: fein strukturierte Oberflächen, keine Modellierputz

- Erhalt vorhandener Fassadengliederungen oder Wiederherstellung von Gesimsen, Lisenen

- Absetzung der Fenster-/Türleibungen, sowie Ausbildung von Faschen mit feinkörnigem Putz

 

11. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNG VONFACHWERKFASSADEN

 

In der Gemeinde Benshausen gibt es noch eine Vielzahl gut erhaltener Fachwerkfassaden, die auch zukünftig erhalten und falls nötig, saniert werden sollten. Die Sanierung von Fachwerkfassaden erfordert eine umfassende Sanierungs- und Gestaltungsplanung im Vorfeld, sowie eine handwerklich perfekte Umsetzung im Rahmen der Ausführung.

Hausbesitzer, die den Wunsch haben, ein verputzes Fachwerk wieder frei zu legen, sollten in besonderem Maße unterstützt werden.

Bei der Neugestaltung von Fachwerkfassaden sind folgende Punkte zu beachten:

- Energieeinsparnachweis zur Klärung der Dämmart & Taupunktberechnung

- Fachberatung zur Bauzustandsbeurteilung und Feststellung von Schäden an den Balken der Fachwerkkonstruktion

- Instandsetzungsarbeiten im traditionellen zimmermannsmäßigen Abbund

- Sanierung der Fachwerkkonstruktion mit der gleichen Holzart, wie im Bestand – z. B. Sanierung der Schwellhölzer mit Eichenholz, Sanierung der Riegel und Stiele mit Fichtenholz

- Beachtung der zulässigen Holzfeuchten während es Einbaus

- Fugen in der Holzkonstruktion sind mit Holzkeilen auszuspänen

- Anschluss Gefach / Fachwerk ist nicht mit Kunststoffen (Acryl) abzudichten

- Gefacheanschluss mit Rechteckleisten am untern Rand und Trapez- oder Dreiecksleisten in den Seitenbereichen

- Ausmauerung der Gefache mit kleinformatigen Mauerziegeln

- mineralische oder biologische Dämmaterialien empfehlenswert

- Putzart: mineralische Putze, wie Kalk- oder Kalkzementputze mit einer Körnung bis

   max. 1 mm – keine Kunstharzputze

- Gefacheausbildung: flächenbündig oder kissenförmig

- Kellenschnitt zwischen Gefache und Fachwerk

 

12. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNG VON FASSADENVERKLEIDUNGEN

 

Fassadenverkleidungen sind ein häufiges Gestaltungselement für Wandbereiche, die dem Wetter im besonderen Maß ausgesetzt sind, z. B. Westfassaden oder Giebelbereiche.

Aufgrund der geografischen Lage von Benshausen, sind hier viele Fassaden mit Naturschiefer, in den verschiedensten Varianten verkleidet worden. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Fassaden teilweise mit Holzschindeln verkleidet. Insbesondere die Holzschindel- und Naturschieferfassaden sollten erhalten bleiben, stellen sie doch ein Zeugnis der handwerklichen Fähigkeiten dar und tragen zum individuellen Aussehen des Ortes bei.

 

Da die Schiefergruben in Thüringen mittlerweile nicht mehr existieren, besteht hier durchaus die Gefahr, dass die alten klassischen Schieferfassaden aus dem Ortsbild verschwinden und durch industriell gefertigte Verkleidungen ersetzt werden.

- Wandverkleidung mit kleinformatigen Elementen (Schiefer, Holzschindel)

- Sichtschalungen aus Holz, mit senkrecht verlegten Elementen

- ausreichende Hinterlüftung der vorgehängten Fassadeelemente beachten

- Kunststoffplatten, Falzschablonen aus Aluminium gehören nicht in den historischen Ortskern

- Nachahmungen von Holzschindeln aus Kunststoff sind nicht erlaubt

- Aufdopplung von Fachwerk ist nicht erlaubt

- Materialwahl: ortstypisch, d. h. Wahl von Holz oder Schiefer

  

13. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNG VON GEBÄUDESOCKELN

 

Klassisch ist innerhalb der historischen Dorfstruktur der Natursteinsockel. Ist dieser in einem baulich guten Zustand sollte dieser auch erhalten bleiben.

In den vergangenen Jahren wurden viele der Natursteinsockel überputzt. Der Nachteil verputzter Natursteinsockel ist, dass der Putz aufgrund der Feuchteeintragung nur eine begrenzte Lebensdauer hat und mit der Zeit abplatzt. Oftmals sind das Säubern der Steine (Entfernung des Altputzes) und eine Neuverfugung ausreichend.

Bei zukünftigen Arbeiten sind folgende Punkte zu beachten:

- Prüfung des vorhandenen Sockels auf eventuelle Feuchteschäden

- Erhalt der ortstypischen Natursteinsockel

- Beachtung einer abgeschrägten Sockeloberkante, damit das Wasser ablaufen kann und nicht in den Putz oder die Schwelle eindringt

- bei einer Neuverfugung ist zu beachten, dass das Fugenmaterial nicht über die Steinkanten hinausragt

- bei schlecht erhaltenen Sockeln ist ein Verblenden mit ortstypischen Materialen, wie Sand- oder Kalkstein möglich

- bestehen keine Feuchtigkeitsprobleme, ist der Fassadenputz bis Geländeroberkante zu ziehen und im Geländebereich als Sockelputz auszubilden

- auf eine Verkleidung mit Fliesen-, Klinker-, Granitplatten ist zu verzichten

- Verputz mit Buntsteinputzen ist nicht gestattet

 

14. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNG VON ANSTRICHEN

 

Die Farbgebung von Putz- oder Fachwerkfassaden ist ein entscheidendes Gestaltungs- element. Daher ist es besonders wichtig, die Farbgebung harmonisch zu gestalten, damit das Gebäude als gesamte Einheit betrachtet wird. Aufgrund der großen Farbvielfalt besteht leicht die Gefahr, Fehlentscheidungen zu treffen, da kleine Farbproben oder Musterkarten häufig die tatsächliche Erscheinung des gewählten Farbtones auf der Fassade nicht wiederspiegeln können.

Folgende Grundgedanken sind daher zu beachten:

- fachmännische Unterstützung bei der Farbwahl ersuchen

- Anstriche: mineralisch und diffusionsoffen (z. B. Silikatfarben)

- Farbtöne nur in den, für den Ort typischen Töne, dezent mit der Nachbarbebauung abgestimmt (helle Gefachefarben bei Fachwerk)

- Sockelgestaltung: helle bis erdfarbene Anstriche

- farbliche Absetzung von Leibungen und Faschen in passenden Tönen zur Fassadenfarbe

- grelle Farbtöne sind nicht gestattet

- Holzflächen: lasierende, offenporige Anstriche

 

 15. LEITBILDER BEI DER GESTALTUNGSPLANUNG VON HAUSEINGANGSTÜREN

 

Im ländlichen Raum war die Hauseingangstür ein repräsentatives Element – je feiner und edler eine Tür gestaltet war, umso wohlhabender waren die Hausherren.

Sie sollten aber auch Schutz bieten und Gäste herzlich begrüßen.

Die Kultur einer schönen und repräsentativen Haustür ist heute fast ausgestorben. Kosten- günstige Kunststofftüren aus heimischen Baumärkten erfreuen sich großer Beliebtheit. Historische Haustüren sind in Benshausen kaum noch vorzufinden.

Um diesem Trend entgegen zu wirken, sollten folgende Empfehlungen beachtet werden:

- Wahl der Haustür entsprechend des Haustyps

- Material: heimische Hölzer

- Verglasung: glasteilende Sprossen

- Oberlichter sind bei großen Türhöhen möglich

- symmetrische Teilungen

- Wetterschenkel am Fußpunkt

 

                                                                                                                               Abbildung 103: Hauseingangstüren

 

16. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNGSPLANUNG VON FENSTERN

 

Fenster sind ein wichtiges Gestaltungselement eines Gebäudes. Sie prägen maßgeblich das dörfliche Erscheinungsbild.

Es ist jedoch auch bei diesem Gestaltungselement festzustellen, dass in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig Wert auf die Gestaltung der Fenster in Form, Größe und Farbgebung gelegt wurde. Ursachen hierfür sind sicherlich ein sich ständig wechselnder Zeitgeschmack, die große Farb-, Formen und Materialvielfalt und der damit verbundenen Finanzierungsrahmen, sowie eine oftmals fehlende Fachkenntnis oder Fehlberatung.

Entgegen der vorhandenen Gebäudeproportionen wurden Fensteröffnungen zu besseren Belichtung der Innenräume vergrößert. Dabei wurden meist liegende Formate angewendet. In die Öffnungen wurden dann Fenster mit unsymmetrischer oder keiner Teilung eingesetzt. Damit wurden die Gebäude ihres Aussehens und Charakters beraubt.

  

                                                                                             Abbildung 104: Fensterteilungen als Beispiel am Gebäude

 

 Um bei zukünftigen Sanierungen Fehlentwicklungen zu vermeiden, sind nachfolgende Planungsgrundlagen zu beachten:

- mehrere kleinere Fensterformate nebeneinander, anstelle eines großen Fensters

- stehende Fensterformate

- sind alte originale Fenster vorhanden und müssen diese erneuert werden, sind die Teilungen des Bestandes aufzugreifen

- gut erhaltene, historische Bestandsfenster sollten im Gebäude verbleiben – im Rahmen der Energieeinsparverordnung ist die Möglichkeit des Einbaus eines inneren Kastenfensters zu prüfen

- symmetrische Teilungen

- Abmessungen von glasteilendem Stulp, Kämpfer und Sprosse aufeinander abstimmen

- Fenster möglichst mehrflüglig ausbilden

- aufgesetzte, innen liegende Sprossen sind nicht gestattet

- zur Beschattung / Sichtschutz: Fensterläden

- Außenrolladen sind nicht gestattet

- Materialwahl: heimische Hölzer

- in Fachwerkgebäuden sind ausschließlich Holzfenster gestattet

- Farbgebung: in Anpassung an das Gebäude (ist individuell abzuklären)

- farblich abgesetzte Fensterumrahmungen aus Holz (bei Sichtfachwerk)

- äußere Fensterbänke in Verblechung oder aus Stein

 

                                                                                                                             Abbildung 105: Fenstergestaltung

 

DIE  AUSSENANLAGEN

 

17. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNGSPLANUNG VON  ZÄUNEN / EINFRIEDUNGEN

 

Als typische Zaunart in Benshausen sollte der einfache Holzstaketenzaun mit senkrechten Zaunlatten auch weiterhin Verwendung finden. Die Zaunlatten werden auf den horizontal- liegenden Zaunriegeln befestigt. Bei der Wahl der Pfostenform sind runde und kantige Formen möglich. Massive Zaunpfosten sollten in ihren Proportionen an die Umgebung angepasst werden. Als Pfostenmaterial sind Natursteine empfehlenswert. Eine Zaunanlage sollte eine schlichte Farbgebung erhalten, helle Brauntöne oder auch unbehandelt wird der Zaun aufgrund der direkten Bewitterung seine Farbgebung im Laufe der Zeit noch ändern. Die Zaunhöhe innerhalb der Gemeinde sollte 1.50 m nicht überschreiten. Ein Jägerzaun hat innerhalb der geschlossenen Ortschaft nichts zu suchen.

                                                                                                                                             

Klassische Einfriedungen, wie Natursteinmauern sollten erhalten bleiben, da sie das Ortsbild gestalten und prägen. Die Sanierung von Natursteinmauern sollte mit dem entsprechenden Fachwissen erfolgen.

 

Zusammenfassung der Gestaltungshinweise:

- Staketen- oder Holzlattenzäune

- Massivpfosten nur in Anpassung an

  die örtliche Umgebung

- Material: Holz, bei Massivpfosten:

  Naturstein                                                                       

- Zaunhöhe: max. 1.50 m

- Jägerzäune, Metallzäune gehören nicht

  in den geschlossenen Ortskern                                                                                       

                                                                                                                                                                                                                

 18. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNGSPLANUNG VON GÄRTEN / BEGRÜNUNGEN

 

Ein klassischer Vorgarten ist in Benshausen im Bereich der öffentlichen Wege nur vereinzelt anzutreffen (z. B. Bäckergasse). Ein gepflegter Vorgarten belebt die öffentlichen Flächen und trägt zum positiven Erscheinungsbild des Ortes bei. Früher wurde der Vorgarten hauptsächlich zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt. Heute dient eine Vorgarten mehr dem Erholungseffekt.

Für die Pflege oder auch Neuerrichtung von Vorgärten sollten folgende Hinweise beachtet werden:

- Einfriedungen aus Staketen- oder Holzlattenzäunen

- ausgewogene Mischung aus Wegen, Rasenflächen und Blumenflächen

- keine befestigten Wege, sondern die Laufflächen sickerfähig gestalten

- heimische Sträucher, Hecken, Obstbäume – sie beleben nicht nur den Vorgarten, sondern bieten auch Vögeln und Insekten einen geschützten Lebensraum

- Koniferen oder Lebensbäume sind zur Gestaltung des ländlichen Vorgartens nicht geeignet

 

Neben den Vorgärten bietet auch eine klassische Fassadenbegrünung ein abwechslungsreiches Bild. Durch Fassadengrün können Mängel an der Fassade verdeckt werden. Daneben bietet die Begrünung auch Schutz vor Witterungseinflüssen (direkte Sonnenbestrahlung, Beregnung). Bei Wahl der richtigen Pflanzenarten besteht keine Gefahr, dass Sockel oder Wandflächen nachhaltig zerstört werden.

 

 19. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNGSPLANUNG VON WERBEANLAGEN

 

Werbetafeln sollen den Weg zum Dienstleister oder Gewerbetreibenden weisen. Bei der Gestaltung der Werbetafeln sollte darauf geachtet werden, dass weniger manchmal mehr ist. Überdimensionierte Tafeln verunstalten nicht nur das Gebäude, an dem sie sich befinden, sondern auch das Ortsbild.

Folgende Hinweise sind bei zukünftigen Planungen zu berücksichtigen:

- Tafelgröße nicht mehr als 0.5 m²

- keine Leuchtreklame oder grelle Farben

- Anordnung möglichst auf einer Freifläche und nicht am Gebäude

  

20. LEITBILDER BEI  DER GESTALTUNGSPLANUNG DER ORTBELEUCHTUNG

 

Die Ortsbeleuchtung ist durch die Gemeinde im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht zu realisieren. Im Rahmen der Straßensanierung in der Bäckergasse wurden neue, rein technische Leuchten installiert. Diese sind entsprechend des Bedarfs und der Nutzungsan- forderungen ausgewählt worden. In allen anderen Bereichen des Ortskerns findet man noch alte Leuchtenkörper, die auf Betonmasten sitzen vor.

Bei zukünftigen Planungen sollten folgende Überlegungen berücksichtigt werden.

- Ergänzung zukünftiger Beleuchtung in Anpassung an die bereits neu errichteten Leuchten und Maste

- Errichtung attraktiver Leuchten an repräsentativen Plätzen, Freiflächen (z. B. Markt)

  

20. LEITBILDER BEI DER PLANUNG VON NEUANPFLANZUNGEN

 

Begrünungen, ob direkt vor dem Haus, entlang von Straßenzügen oder auf Freiflächen beleben das Ortsbild, schaffen Lebensraum für heimische Tiere und tragen auch zum Erholungseffekt der Anwohner bei.

Durch die vielfachen Möglichkeiten, Grün- und Nutzpflanzen zu beziehen, gedeihen in einigen Höfen und Vorgärten mittlerweile Pflanzen, die es früher an diesen Stellen nicht gab (z. B. Pfirsich- oder Mandelbäume). Aber auch Koniferen und Lebensbäume haben aufgrund der erfolgreichen Bewerbung durch Baumärkte Einzug in den geschlossenen Ortskern gehalten. Koniferen und Lebensbäume sollten aber stückweise durch heimische Laub- und Obstgehölze ersetzt werden.

Die zukünftige Gestaltung von Freiflächen sollte auch die Einbeziehung heimischer Gehölze berücksichtigen. Die Auswahl möglicher Pflanzungen sollte sich immer an den örtlichen Gegebenheiten orientieren.

Großkronige Bäume können innerhalb der Ortschaft zum Beispiel nur als einzeln stehend angeordnet werden. Kleinkronige Bäume oder Sträucher eignen sich dagegen in Benshausen auch als Straßenbegleitgrün.

 

Nachfolgende Übersicht gibt einen kleinen Überblick über mögliche Gehölze, Sträucher und Klettergewächse, die bei Neuanpflanzungen berücksichtigt werden sollten:                 

  

Großkronige Bäume

 

Großkronige Bäume eignen sich zur Bepflanzung entlang von Landstrassen oder aber als einzeln stehendes Gehölz auf einer großen Freifläche. Die Linde ist einer der bekanntesten und beliebtesten großkronigen Bäume. Der ursprüngliche Waldbaum hielt bereits vor vielen Jahrhunderten Einzug in die dörflichen Siedlungen. Meist wurde eine Linde auf dem Dorfplatz angepflanzt. Neben den Linden sind auch häufig Eichen gepflanzt worden. Diese wachsen sehr langsam und werden sehr alt.

 

 

- Rosskastanie:  

            HÖHE: BIS 25M, DICHTE RUNDE KRONE, BLÜTEN WEIß (AUFRECHTE RISPEN),

            BLÜTEZEIT: V

- Winterlinde:

            HÖHE: BIS 25M, UNREGELMÄßIGE KRONE, BLÜTEN GELB (TRUGDOLDEN),

            BLÜTEZEIT: VII

- Sommerlinde:

HÖHE: BIS 30M, KRONE BREIT-EIFÖRMIG, BLÜTEN WEIßGELB, BEVORZUGT GEGENÜBER WINTERLINDE WÄRMERE, FEUCHTERE STANDORTE

- Stieleiche:  

HÖHE: BIS 40M, BREITKRONIG, BLÜTEN KÄTZCHEN, BLÜTEZEIT: V,

IN NIEDERUNGEN MIT NÄHRSTOFFREICHEM BODEN

- Traubeneiche:

HÖHE: BIS 35M, BREITKRONIG, BLÜTEN KÄTZCHEN, BLÜTEZEIT: V,

GEEIGNET FÜR WARME, SONNIGE HÄNGE

- Hainbuche:

HÖHE: BIS 20M, SCHMALE KRONE, ZWEIFARBIGER STAMM, BLÜTEZEIT: IV-V

- Rotbuche:

HÖHE: BIS 40M, SCHMALE KRONE, STAMM MIT SILBERGRAUER RINDE,

BLÜTEZEIT: IV-V

- Spitz-Ahorn:

HÖHE: BIS 25M, KEGELIGE KRONE, BLÜTEN GELBGRÜN, BLÜTEZEIT: IV,

VERTRÄGT TROCKENHEIT UND IST ABSOLUT WINTERHART

- Silber-Ahorn:

HÖHE: BIS 40M, OFT MEHRSTÄMMIG, BLÜTEN GELBGRÜN, BLÜTEZEIT: III,

IM ALTER TROCKENE, BRÜCHIGE ÄSTE, FÜR PFLANZUNGEN IN

INDUSTRIEGEBIETEN GEEIGNET

 

Obstgehölze

 

Obstgehölze sind für die Gestaltung von Vor- oder Hausgärten und als Straßenbegleitgrün geeignet. Sie blühen im Frühjahr und schmücken die Ortschaft mit ihrer Blütenpracht. In den folgenden Monaten reifen dann die Früchte heran, die während des Reifeprozesses kleine Farbtupfer bilden und die dann auch verzehrt werden können.

Der Apfel ist die am meisten angepflanzte Obstart. Birnen waren häufig auf alten Bauerngehöften anzutreffen. Es ist aber zu beachten, dass Birnen anfälliger gegen Krankheiten und Schädlinge sind. Pflaumen und Kirschen sind sehr formen- und artenreich. Ein klassischer Baum im ländlichen Raum ist auch die Walnuss, die häufig als Hausbaum angepflanzt wurde.

 

- Apfel:

HÖHE: BIS 10M, BREITWÜCHSIGE KRONE,

BLÜTEN WEIß BIS ROSA, BLÜTEZEIT: V-VI

- Birne:

HÖHE: BIS 20M, KEGELFÖRMIGE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV-V

- Süßkirsche:

HÖHE: BIS 15M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV-V

- Sauerkirsche:

HÖHE: BIS 5M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV-V

- Pflaumen / Zwetschge:

HÖHE: BIS 8M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: IV

- Walnuss:

HÖHE: BIS 25M, BREITE KRONE, BLÜTEN WEIßLICH (KÄTZCHEN),

BLÜTEZEIT: V-VI

  

Sträucher & Gehölze

 

Sträucher und Gehölze sind auffällig an Blüten und Früchten. Auffällig ist auch oft ihre bunte Herbstfärbung.

 

- Gemeine Hasel:

HÖHE: BIS 6M, BREITER WUCHS,

BLÜTEN KÄTZCHEN

- Schwarzdorn (Schlehe):

HÖHE: BIS 3M, DORNIG, BLÜTEN WEIß,

BLÜTEZEIT: IV, FRÜCHTE BLAU

- Blutroter Hartriegel:

HÖHE: BIS 3M, DORNIG, VERSCHIEDENE

ARTEN MIT GRÜNER, GELBER,

ROTER RINDE, BLÜTEZEIT: V-VI, FRÜCHTE

BLAU, ROTE HERBSFÄRBUNG, GIFTIG

- Weißdorn:

HÖHE: BIS 5M, DORNIG, ÜBERTRÄGT

OBSTKRANKHEITEN, BLÜTEZEIT: V-VI,

FRÜCHTE ROT

- Gemeine Schneebeere (Knallerbse):

HÖHE: BIS 2M, BLÜTEN WEIß,

BLÜTEZEIT: VI-IX, FRÜCHTE WEIß

- Gemeiner Schneeball:

HÖHE: BIS 3M, BLÜTEN WEIß,

BLÜTEZEIT: V-VI, FRÜCHTE ROT, GIFTIG

- wolliger Schneeball:

HÖHE: BIS 3M, AUFRECHT BUSCHIG, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: V-VI,

FRÜCHTE ERST ROT DANN SCHWARZ, GIFTIG

- Kornelkirsche (Herlitze):

HÖHE: BIS 4M, KLEINER BAUM, BLÜTEN GELB, BLÜTEZEIT: III-IV,

FRÜCHTE ROT, ESSBAR

- Besenginster:

HÖHE: BIS 2M, KLEINER BAUM, BLÜTEN GELB, BLÜTEZEIT: V-VI,

ANSPRUCHSLOS, FROSTEMPFINDLICH

- Hunds-Rose:

HÖHE: BIS 3M, ÜBERHÄNGEND, BLÜTEN ROSA, BLÜTEZEIT: V-VI,

FRÜCHTE „HAGEBUTTE“, BESTACHELT, WOHLRIECHEND

- Roter Holunder:

HÖHE: BIS 3M, LAUBSTRAUCH, BLÜTEN GELBLICHGRÜN, BLÜTEZEIT: IV-V,

FRÜCHTE LEUCHTEND ROT, GIFTIG

- Schwarzer Holunder:

HÖHE: BIS 7M, LAUBSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT: VI-VII,

FRÜCHTE SCHWARZ, ESSBAR

- Forsythie:

HÖHE: BIS 3M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN GELB, BLÜTEZEIT: IV,

VIELE VERSCHIEDENE SORTEN

- Fächer-Zwergmispel

HÖHE: BIS 50CM, ZWERGSTRAUCH, BLÜTEN RÖTLICH, FRÜCHTE ROT

- Vielblütige Zwergmispel:

HÖHE: BIS 2M, LAUBSTRAUCH ÜBERHÄNGEND, BLÜTEN

- Gemeiner Flieder:

HÖHE: BIS 4M, ZIERSTRAUCH,

BLÜTEN LILA, BLÜTEZEIT V,

DUFTEND,

VERSCHIEDENFARBIGE SORTEN

- Niedriger Spierstrauch:

HÖHE: BIS 1M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN

ROSA BIS DUNKELROT,

BLÜTEZEIT IV-IX, ANSPRUCHSLOS,

VIELE SORTEN

- Steinquitte:

HÖHE: BIS 1M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN

WEIß BIS ROT,

BLÜTEZEIT III-IV, DUFTEND

- Immergrüner Rhododendron:

HÖHE: BIS 5M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN

WEIß, ROSA, ROT LILA,

BLÜTEZEIT IV-V

- Immergrüner Rhododendron (Azalee):

HÖHE: BIS 3M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN

GELB, ORANGE, ROT,

BLÜTEZEIT IV-V,

VOR BLÜTENAUSTRIEB DUFTEND, BUNTE HERBSFÄRBUNG

  

Bodendecker und immergrüne Laubgehölze

 

Bodendecker sind auch ein Gestaltungselement und sollen den Boden unkrautfrei halten. Immergrüne Laubgehölze sind insbesondere in der kalten Jahreszeit, wenn sich Rauhreif oder Schnee auf ihren Blätter absetzt, ein kleiner Blickfang.

 

- Gemeiner Efeu:

HÖHE: BIS 20M, IMMERGRÜNES KLETTERGEHÖLZ, BLÜTEN GRÜNGELB,

BLÜTEZEIT IX-X, GIFTIG

- Kleines Immergrün:

HÖHE: BIS 50CM, ZWERGSTRAUCH KRIECHEND, BLÜTEN WEIß,

ROSA ODER VIOLETT, BLÜTEZEIT: V-IX, BILDET AUSLÄUFER

 

- Feuerdorn:

HÖHE: BIS 3M,

IMMERGRÜNER LAUBSTRAUCH,

BLÜTEN WEIß,

BLÜTEZEIT V-VI, FRÜCHTE ROTE BEEREN

- Runzelblättriger Schneeball:

HÖHE: BIS 4M,

IMMERGRÜNER LAUBSTRAUCH,

BLÜTEN WEIß,

BLÜTEZEIT V-VI, FRÜCHTE ERST ROT,

SPÄTER SCHWARZ,

ZIERT DURCH GROSSES BLATT

  

Hecken

 

Hecken sind eine Möglichkeit, Grundstücke voneinander abzugrenzen. Hierzu werden viele Sträucher einer Sorte eng zusammengepflanzt. Die Hecke ist etwas pflegeintensiver, da sie jährlich in Form geschnitten werden muss. Als Hecken eignen sich Sträucher, die einen Rückschnitt gut vertragen und danach schnell wieder austreiben können.

 

- Gemeiner Liguster (Rainweide):

HÖHE: BIS 5M, LAUBSTRAUCH DICHTBUSCHIG, BLÜTEN WEIß,

BLÜTEZEIT VI-VII, FRÜCHTE SCHWARZE BEEREN, GIFTIG

- Weinrose:

HÖHE: BIS 3M, LAUBSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, ROSA ODER VIOLETT,

BLÜTEZEIT: V-IX, BILDET AUSLÄUFER

- Feuerdorn:

HÖHE: BIS 3M, IMMERGRÜNER LAUBSTRAUCH, BLÜTEN ROSA,

BLÜTEZEIT VI-IX, FRÜCHTE „HAGEBUTTEN“

- Großer Pfeifenstrauch (falscher Jasmin):

HÖHE: BIS 3M, ZIERSTRAUCH, BLÜTEN WEIß, BLÜTEZEIT V-VI,

BLÜTEN DUFTEN

 

Klettergehölze

 

Kletterpflanzen wachsen an Mauern, Bäumen und Fassaden und sind insbesondere bei dichter Bebauung ein alternatives Pflanzelement.

 

- Gemeine Waldrebe:  

TRIEBE: BIS 5M, KLETTERGEHÖLZ

MIT WINDENDEN TRIEBEN, BLÜTEN WEIß IN

RISPEN, BLÜTEZEIT VII-VIII,

FRÜCHTE NÜSSCHEN, VIELE FARBEN

- Kletterwein:

KLETTERGEHÖLZ, RANKEN MIT HAFTSCHEIBEN,

BLÜTEN GRÜN, BLÜTEZEIT VI-VII,

FRÜCHTE BLAUSCHWARZ, GIFTIG

- Blauregen (Glyzinie) :

KLETTERGEHÖLZ, STARKWÜCHSIG BIS 20M,

BLÜTEN LILA, BLÜTEZEIT V,

VON VIELEN INSEKTEN BESUCHT

 

                                                                                                          

- Ende dieser Beitragsreihe, Bilder und Text: Ingenieurbüro Dreblow, Vachdorf -

 

Wir hoffen, Sie konnten einige Anregungen für sich entnehmen. Das gesamte Planwerk zur Dorferneuerungsplanung liegt in der Gemeindeverwaltung zur Einsichtnahme aus.

 


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